Der Heimflug von Silvia und ihrem Sohn steht an.
Mittwoch Nachmittag soll der Flug über Dubai nach Frankfurt gehen.
Da der Straßenverkehr in Nairobi nur als katastrophal bezeichnet werden kann, fahren wir schon am Dienstag los. Dadurch haben wir noch Zeit ein paar Kleinigkeiten einzukaufen.
Unser Taxifahrer bringt uns zuerst zu unserem Hotel in der Innenstadt wo wir einchecken und unser Gepäck unterbringen. Danach bringt er uns in einen Außenbezirk, in dem das "Nyama Choma Paradies" ist.
Zum Abschluß ihres Kenia-Aufenthaltes hat sich unsere Tochter dieses Nyama Choma gewünscht, nach dem Motto: "Hamburger kann ich auch in Deutschland essen."
Nyama Choma ist eine Art Festessen und besteht nur aus Fleisch. An einer Theke sucht man sich die Fleischteile aus, die dann auf den Grill kommen.
Meine Tochter und meine Frau suchten sich eine Rippenseite und ein Hinterbein einer Ziege aus. Da ich Ziegenfleisch nicht mag, nahm ich ein Hühnchen.
Alles wurde zerlegt und auf den Grill gelegt.
Wir suchten uns in der Wartezeit einen Tisch und bestellten die Getränke.
Es dauert eine Weile bis alles fertig ist und kurz bevor serviert wird, kommt ein Kellner mit einem Korb heißer Tücher, mit denen man sich als erstes die Hände reinigt.
Besteck gibt es nicht, es wird grundsätzlich mit den Händen gegessen.
Danach wird auf einem Nebentisch ein Teil des gegrillten Fleisches auf einem Brett in mundgerechte Stücke geschnitten und dann an den Tisch gebracht.
Alle nehmen sich vom gleichen Brett die Teile, die sie essen wollen und für die Knochen stehen Teller bereit.
Ist die erste Ladung Fleisch verputzt, kommt der Rest, der auf dem Grill noch warmgehalten wurde.
Zum Schluß kommen noch einmal heiße Tücher, diesmal um die Hände vom Fett zu befreien.
Für Vegetarier ist das natürlich nichts, aber wer einmal Kenia besucht, sollte sich dieses Vergnügen auf jeden Fall gönnen.
Im Blog Limburg-Mangu schreibe ich über meine Aufenthalte in Kenia, speziell in dem kleinen Ort Mang'u, der sich ca 50km nördlich
von Nairobi befindet.
Mang'u besteht hauptächlich aus einer langen Strasse, auf deren beiden Seiten sich, meist hinter Maisanpflanzungen, die Häuser
der dort lebenden Familien befinden. Weiter gibt es noch an einer Strassenkreuzung einen kleinen Marktflecken mit Obst- und
Gemüseständen, einem Metzger, einem Friseur, einer kleinen Tankstelle, einer Art Baumarkt einem Kiosk und einem Internet Cafe.
Daneben sind hier auch noch einige Schulen angesiedelt.
Achja...eine Kneipe gibts auch noch.
Impressum
Freitag, 7. Dezember 2012
Samstag, 1. Dezember 2012
Miraa
Vorgestern war ich mal wieder in Thika zum Einkaufen.
Wie ich im letzten Jahr schon schrieb, gibt es hier einige Supermärkte, in denen man (fast) alles bekommt, was der durchschnittliche Europäer gewohnt ist.
Auf der Rückfahrt saß ich ganz hinten im Matatu. Das hat den Vorteil, daß man nicht bei jedem Stopp aus- und wieder einsteigen muss um Fahrgäste rauszulassen.
Schräg vor mir auf dem Notsitz, der aus einem Holzbrettchen besteht, der über den Durchgang zu den hinteren Sitzen gelegt wird, saß ein junger Mann ca. Anfang 20 vom Typ Jimmy Hendrix.
Das markanteste an ihm war ein roter Schal, den er sich um die Stirn gebunden hatte und den Rest des Schals als Schärpe herunterhängen ließ.
Auf seinem Schoß hielt er eine orangene Plastikeinkaufstüte, aus der er, kaum dass er saß, Blätter herausfischte und sich in den Mund stopfte.
Aha, dachte ich, Miraa.
Miraa wird, ähnlich wie die Kokablätter gekaut und soll die Leistungsfähigkeit stärken. Man wird nicht müde und braucht weniger Schlaf.
Wer mehr darüber wissen will, kann sich vertrauensvoll bei Wikipedia umsehen.
Er stopft sich also während der Fahrt immer wieder Blätter in den Mund und kaut.
Der Kassierer, forderte dann nacheinander von den Fahrgästen das Fahrgeld.
Der junge Mann, deutet daraufhin auf seine Einkaufstüte und zuckt mit den Schultern. Das sollte wahrscheinlich bedeuten: "Ich komme jetzt nicht an mein Geld, weil die Tüte drauf steht."
Geduldig, wie die meisten Kassier in den Wagen sind, sammelt dieser das Geld von den restlichen Passagieren ein, in der Hoffnung, dass der junge Mann in der Zwischenzeit sein Geld hervor kramt.
Kurz vor der Station, an der unser "Jimmy Hendrix" aussteigen wollte, wird er wieder vom Kassierer angestossen. Wieder die gleiche Reaktion, deuten auf seine Tüte und zucken mit den Schultern.
Dem Kassierer riss aber nun der Geduldsfaden. Kurzerhand nimmt er die Tüte und stellt sie vor sich.
"Jimmy" jammert etwas, fummelt aber jetzt endlich in seiner Hosentasche herum und rückt tatsächlich ein paar Schillinge raus.
Der Kassierer ist zufrieden, gibt "Jimmy" seine Tüte wieder und die Welt ist wieder für alle heil.
Wie ich im letzten Jahr schon schrieb, gibt es hier einige Supermärkte, in denen man (fast) alles bekommt, was der durchschnittliche Europäer gewohnt ist.
Auf der Rückfahrt saß ich ganz hinten im Matatu. Das hat den Vorteil, daß man nicht bei jedem Stopp aus- und wieder einsteigen muss um Fahrgäste rauszulassen.
Schräg vor mir auf dem Notsitz, der aus einem Holzbrettchen besteht, der über den Durchgang zu den hinteren Sitzen gelegt wird, saß ein junger Mann ca. Anfang 20 vom Typ Jimmy Hendrix.
Das markanteste an ihm war ein roter Schal, den er sich um die Stirn gebunden hatte und den Rest des Schals als Schärpe herunterhängen ließ.
Auf seinem Schoß hielt er eine orangene Plastikeinkaufstüte, aus der er, kaum dass er saß, Blätter herausfischte und sich in den Mund stopfte.
Aha, dachte ich, Miraa.
Miraa wird, ähnlich wie die Kokablätter gekaut und soll die Leistungsfähigkeit stärken. Man wird nicht müde und braucht weniger Schlaf.
Wer mehr darüber wissen will, kann sich vertrauensvoll bei Wikipedia umsehen.
Er stopft sich also während der Fahrt immer wieder Blätter in den Mund und kaut.
Der Kassierer, forderte dann nacheinander von den Fahrgästen das Fahrgeld.
Der junge Mann, deutet daraufhin auf seine Einkaufstüte und zuckt mit den Schultern. Das sollte wahrscheinlich bedeuten: "Ich komme jetzt nicht an mein Geld, weil die Tüte drauf steht."
Geduldig, wie die meisten Kassier in den Wagen sind, sammelt dieser das Geld von den restlichen Passagieren ein, in der Hoffnung, dass der junge Mann in der Zwischenzeit sein Geld hervor kramt.
Kurz vor der Station, an der unser "Jimmy Hendrix" aussteigen wollte, wird er wieder vom Kassierer angestossen. Wieder die gleiche Reaktion, deuten auf seine Tüte und zucken mit den Schultern.
Dem Kassierer riss aber nun der Geduldsfaden. Kurzerhand nimmt er die Tüte und stellt sie vor sich.
"Jimmy" jammert etwas, fummelt aber jetzt endlich in seiner Hosentasche herum und rückt tatsächlich ein paar Schillinge raus.
Der Kassierer ist zufrieden, gibt "Jimmy" seine Tüte wieder und die Welt ist wieder für alle heil.
Mittwoch, 28. November 2012
Bananen (mal wieder)
Diese Bananenstaude haben wir am 19 Januar 2012 in unserem Garten eingepflanzt.
Mit genügend Wasser versorgt, sieht sie heute nach 10 Monaten so aus.
Ein Ableger hat sich auch schon eingefunden und auch sonst ist drumherum einiges gewachsen.
Kartoffeln, Suesskartoffeln, Tomaten und anderes Gemuese machen inzwischen alles drumherum gruen.
Mit genügend Wasser versorgt, sieht sie heute nach 10 Monaten so aus.
Ein Ableger hat sich auch schon eingefunden und auch sonst ist drumherum einiges gewachsen.
Kartoffeln, Suesskartoffeln, Tomaten und anderes Gemuese machen inzwischen alles drumherum gruen.
Samstag, 24. November 2012
Beerdigung
Am letzten Freitag wurde der Onkel meiner Frau beerdigt.
Er starb ca 1 Woche vorher auf dem Weg zum Krankenhaus im Alter von 85 Jahren.
Wir hatten ihn im Auto zum nächsten Krankenhaus bringen wollen, allerdings verstarb er noch während der Fahrt und so mussten wir erst zur nächsten Polizeistation um dort den Todesfall zu melden und ein Protokoll anfertigen zu lassen, ohne das das Krankenhaus den Leichnam nicht in die Leichenhalle aufgenommen hätte.
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, fuhren wir wieder heim und benachrichtigten die Frau und einen Sohn des Verstorbenen.
Eine Beerdigung in Kenia wird nicht nur von der Familie organisiert, es wirken viele Nachbarn und auch die Kirche des Verstorbenen mit und so dauert es meist eine Woche bis alles gerichtet ist und alle Verwandten die Möglichkeit haben zur Beerdigung zu erscheinen.
Die Beerdigung findet zumindest hier auf dem Land, im eigenen Garten statt und vor dem Haus werden Stühle für die Gäste aufgestellt.
Es kamn weit über 100 Leute, auch aus größerer Entfernung.
Es wird eine Lautsprecheranlage installiert und wenn alle versammelt sind, werden von den nächsten Angehörigen Reden gehalten.
Danach kommt ein Vertreter der Gemeindeverwaltung zu Wort.
Ein Kirchenchor singt und tanzt und als Europäer denkt man hier nicht mehr an eine Beerdigung.
Es folgen weitere Ansprachen von Priestern und auch diese sind nicht gerade leise.
Zwischendurch wurden noch Bilder der Angehörigen vor dem Sarg gemacht.
Die ganze Zeremonie dauert mehr als 6 Stunden, einige verlassen zwischendurch die Veranstaltung, vertreten sich die Beine oder unterhalten sich mit längerer Zeit nicht getroffenen Verwandten und kommen nach einiger Zeit wieder.
So ist eine Beerdigung hier in Kenia nicht nur ein Abschied von einem Angehörigen, sondern auch ein Treffen von Verwandten, Nachbarn und Freunden.
Er starb ca 1 Woche vorher auf dem Weg zum Krankenhaus im Alter von 85 Jahren.
Wir hatten ihn im Auto zum nächsten Krankenhaus bringen wollen, allerdings verstarb er noch während der Fahrt und so mussten wir erst zur nächsten Polizeistation um dort den Todesfall zu melden und ein Protokoll anfertigen zu lassen, ohne das das Krankenhaus den Leichnam nicht in die Leichenhalle aufgenommen hätte.
Nachdem alle Formalitäten erledigt waren, fuhren wir wieder heim und benachrichtigten die Frau und einen Sohn des Verstorbenen.
Eine Beerdigung in Kenia wird nicht nur von der Familie organisiert, es wirken viele Nachbarn und auch die Kirche des Verstorbenen mit und so dauert es meist eine Woche bis alles gerichtet ist und alle Verwandten die Möglichkeit haben zur Beerdigung zu erscheinen.
Die Beerdigung findet zumindest hier auf dem Land, im eigenen Garten statt und vor dem Haus werden Stühle für die Gäste aufgestellt.
Es kamn weit über 100 Leute, auch aus größerer Entfernung.
Es wird eine Lautsprecheranlage installiert und wenn alle versammelt sind, werden von den nächsten Angehörigen Reden gehalten.
Danach kommt ein Vertreter der Gemeindeverwaltung zu Wort.
Ein Kirchenchor singt und tanzt und als Europäer denkt man hier nicht mehr an eine Beerdigung.
Es folgen weitere Ansprachen von Priestern und auch diese sind nicht gerade leise.
Zwischendurch wurden noch Bilder der Angehörigen vor dem Sarg gemacht.
Die ganze Zeremonie dauert mehr als 6 Stunden, einige verlassen zwischendurch die Veranstaltung, vertreten sich die Beine oder unterhalten sich mit längerer Zeit nicht getroffenen Verwandten und kommen nach einiger Zeit wieder.
So ist eine Beerdigung hier in Kenia nicht nur ein Abschied von einem Angehörigen, sondern auch ein Treffen von Verwandten, Nachbarn und Freunden.
Mittwoch, 7. November 2012
Ein Tag im Shop
Gegen 7:30 Uhr, noch vor dem Frühstück, öffne ich den Laden, stelle das Wechselgeld ins Regal und setze mich auf den Stuhl hinter der Theke.
Der Himmel ist noch wolkenverhangen und von irgendwoher hört man einen Hahn krähen.
Einzelne Leute gehen die Strasse hnauf und hinab und die Matatus haben schon seit gut einer Stunde den Pendelverkehr zwischen Kamwangi und Thika aufgenommen.
Meine erste Kundin an diesem Morgen möchte Airtime, also Gesprächsguthaben für ihr Mobiltelefon kaufen. 20 Schilling wechseln den besitzer und ich rubble den Code auf der Karte gleich für sie frei. Während sie mit einer Hand ihr Telefon auflädt geht sie mit ihrem Sohn zur Strasse umd dort auf ein Matatu zu warten, das hren Sohn zu Schule bringen wird.
Nach ca 10 Minuten hält ein Wagen an, die Mutter verstaut den Kleinen im Auto und schnell ist der Wagen verschwunden.
Die ersten Sonnenstrahlen kommen hervor und ein Webervogel Pärchen sitzt vor meinem Fenster und beäugt vorsichtig die Umgebung. Das Männchen fliegt zu einer Bananenstaude und pickt an der Blüte herum.
Ich bekomme mein Frühstück gebracht. Es besteht aus einem großen Pott Tee, Mandasi und Avocado.
Mandasi ist ein Gebäck ähnlich unserer Kreppel oder Krapfen. Allerdings sind sie nicht süss.
Ein Vogel ähnlich einer Bachstelze läuft auf der Suche nach Futter über den Weg vor dem Shop und hüpft hinter Fliegen her, bis er aus meinem Blickfeld verschwunden ist.
3 Männer kommen den Weg hoch und verlangen Sportsman, eine hiesige Zigarettenarke. Leider Sind im Moment die Zigaretten ausverkauft und der Nachschub noch nicht eingetroffen.
Also müssen die Männer erstmal auf ihre Zigaretten und ich auf den Umsatz verzichten.
Eine Mutter bleibt am Strassenrand stehen, ihre kleine Tochter kommt zum Shop und erlangt etwas, das sich wie Chewing Gum (Kaugummi) anhört. Ich frage sicherheitshalbe nochmal nach.
Das ist für die Kleine offensichtlich zu viel. Sie dreht sich um und läuft weinend zu ihrer Mutter. Ein Mzungu (Weisser) der auch noch spricht scheint ihr nicht geheuer.
Beide kommen jetzt zusammen zu mir und es klärt sich auf, sie will tatsächlich ein Kaugummi und bekommt es natürlich auch.
Zufrieden Kaugummi kauend zieht die Kleine, zusammen mit ihrer Mutter die noch in Baby im Wickeltuch auf dem Rücken trägt, weiter
Meine Bachstelze ist wieder da. Sie stolziert vor meinem Fenster hin und her, pickt mal hier, mal dort im Boden herum und verschwindet dann wieder im hohen Gras.
Die Tochter eines Nachbarn verlangt Airtime für 20 Schilling, hat aber kein Geld dabei, verspricht aber auf dem Rückweg zu zahlen. Da sie zuverlässig ist und auch öfters kauft, bekommt sie die Karte.
Ich spiele eine Runde Sudoku auf meinem Mobiltelefon, als die nächste Kundin schon zum zweiten Mal nach Zigaretten fragt. Leider habe ich immer noch keine bekommen.
Um 12:30 Uhr ist die Lieferung mit den Zigaretten da, jetzt könnten die Kunden kommen.
Die Frau die schon zweimal nachfragte, dürfte aber auch beim nächsten Mal enttäuscht werden, da ihre Marke nicht dabei ist.
Die Zigaretten, die wir verkaufen, werden in Kenia hergestellt und eine Schachtel mit 20 Zigaretten kostet 80 bzw 100 Schilling. Allerdings kaufen die meisten Kunden die Zigaretten
stückweise, maximal 4 Stück auf einmal. Tatsächlich kommt nun ein Kunde und verlangt gleich 10 Zigaretten, also eine halbe Schachtel, auf einmal...das ist neuer Rekord.
13:55 Uhr Die Schule ist offenbar aus, die Kinder eines Nachbarn kommen vorbei und winken mir hinter meinem Fenster zu.
Der nächate Zigarettenkunde verlangt 4 Stück für insgesamt 20 Schilling, bezahlt aber mit einem 1000 Ksh Schein. Also muss ich erstmal Wechselgeld holen. Aber hier ist man geduldig und ich bin ja auch nach 2 Minuten wieder zurück.
Auf der Strasse fährt ein Mann mit einem Eselskarren vorbei. Er transportiert Futtergras zu seinem Auftraggeber.
Eselskarren sieht man hier öfters. Der Transport dauert zwar etwas länger, ist aber um einiges billiger als mit dem Auto.
Heute sind auf der Strasse viele Leute zu Fuss unterwegs, die ich hier noch nie gesehen habe.. Einen Kunden, der bei mir eine Limo trinkt, frage ich nach dem Grund.
Es ist eine Beerdigung in der Nachbarschaft. Der Grossvater der Besitzerein des Internet Cafes in Mangu, ist im Alter von 96 Jahren gestorben und heute ist die Verwandtschaft aus nah und fern angereist.
Vom nächsten Kunden, einem Stammkunde der jeden Tag seine 2 Sportsman Zigaretten kauft, bekomme ich noch schnell einen Auffrischungskurs im Zählen in 10er Schritten bis 100 in Kisuaheli. kumi (10), ishirini (20), thelathini (30), arobaini (40), hamsini(50), sitini(60), sabini(70),themanini(80), tisini(90), mia moja(100).
Mit einer kenianischen Münze muss man aufpassen. Es handelt sich um ein 40 Schilling Stück. Diese Münze ist sehr leicht mit der 20 Schilling Münze zu verwechseln, da der Grössenunterschied sehr gering ist.
Der nächste Kunde bezahlt genau mit einer solchen Münze, weisst aber vorsorglich gleich auf die Besonderheit hin. Offensichtlich hat er schon schlechte Erfahrungen machen müssen.
Ein Motorrad kommt auf den Shop zugefahren. John, so stellt sich der Fahrer vor, ist ein Musiker und möchte seine CD verkaufen. Wir unterhalten uns eine Weile über kenianische Musik und Kultur und den Unterschied zu Deutschland. Am Ende kaufe ich zwar keine CD, bekomme aber die Erlaubnis von ihm, sein Bild in meinem Blog zu verwenden.
Ein anderer fliegender Händler taucht auf und bietet Taschentücher, Bleistifte und Kugelschreiber an. Wir sind aber bestens damit versorgt und so zieht er mit seinen Waren zum nächsten potentiellen Kunden weiter.
17 Uhr Die Schule der grösseren Kinder ist zu Ende und Gruppen von Schülerinnen und Schülern kommen auf der Stasse vorbei. Einige kennen mich und winken mir zu.
18 Uhr Ein Sack Kartoffeln wird geliefert, gerade rechtzeitig denn gegen Abend steigt die Nachfrage danach.
19 Uhr Es ist mittlerweile komplett dunkel und die ersten Käufer von Kartoffeln und Feuerholz waren schon da. Auch Avocados werden verlangt, aber die sind mittlerweile alle weg.
Jetzt kommen noch einige, die Kerosin für ihre Beleuchtung benötigen. Es gibt hier zwar eine elektrische Stromversorgung, viele können sich einen Anschluss an das Netz nicht leisten. Noch eine Stunde, dann schlessen wir den Shop für heute.
Freitag, 26. Oktober 2012
Flug nach Kenia
Am 13. Oktober ging es in diesem Jahr endlich wieder los.
Gegen 18 Uhr fuhr mich mein Bruder zum Flughafen Frankfurt um den Flug um 22.10 rechtzeitig zu erreichen.
Einchecken ging nicht ganz so einfach vor sich, weil der Computer mich nur bis Kairo und nicht bis Nairobi einbuchen wollte. Zum Glück wurde mein Gepäck dann doch noch manuell bs zum Endziel Nairobi eingechecht, nur ich sollte mir in Kairo dann den zweiten Boarding Pass besorgen.
Beim Sicherheitscheck wurde mein Handgepäck aussortiert und ich durfte in einen kleinen Raum, in dem eines meiner Ladegeräte einer besonderen Prüfung unterzogen wurde.
Mit knapp 1stündiger Verspätung, die aber nicht an mir lag, hob dann der Flieger Richtung Kairo ab und ich kam gegen 3 Uhr dort an.
Nach etwas Sucherei fand ich dann auch den Schalter, an dem ich meine Bordkarte für den Weiterflug bekommen sollte...allerdings erst am Abend um 18 Uhr.
Da der Weiterflug um 21:45 Uhr geplant war, war das auch kein Problem.
Ich machte es mir also im Transitbereich so bequem wie möglich und wartete.
Ab und zu kam ein Flughafen Angestellter mit einem Packen Pässe und Bordkarten und verteilte sie an die Wartenden.
Um 16 Uhr, also schon 2 Stunden vor dem versprochenen Zeitpunkt, bekam ich dann auch meinen Pass und die Bordkarte.
Damit machte ich mich dann auf den Weg durch den Kairoer Flughafen zu meinem Abflug Gate.
Hier war noch eine Putzkolone damit beschäftigt den Raum zu reinigen und gegen 20 Uhr durfte dann die mittlerweile größer gewordene wartende Menge in den Abfertigngsraum gehen.
Ich habe am liebsten einen Platz direkt am Gang, weil man da die Beine eher ausstrecken kann. Diesmal bekam ich allerdings einen Fensterplatz.
Bei einem Nachtflug kann man aber sowieso nichts sehen und ausserdem wollte ich nach der langen Wartezeit auch lieber schlafen.
Als ich aber im Flieger an meinem Platz ankam, stellte sich heraus, dass ich eine ganze Sitzreihe für mch hatte und mich sogar zum Schlafen hinlegen konnte.
Nach dem Essen legte ich mich also hin und verschlief fast den ganzen Flug. Erst kurz vor Nairobi, als der Sinkflug begann, wurden wir Passagiere geweckt und pünktlich um 03:40 Uhr setzte die Maschine auf.
Da mein Sitzplatz sehr weit vorne war, kam ich auch schnell mit meinem Handgepäck raus und fand mich schon 20 Minuten später mit meinem kompletten Gepäck im Abholbereich wieder.
Die Zollkontrolle entfiel komplett und nach weiteren ca 15 Minuten war ich auch schon mit meiner Frau im Taxi unterwegs in die Innenstadt von Nairobi.
Dort gings dann im Hotel kurz unter die Dusche und ich konnte dann noch 3 Stunden schlafen.
Nach dem Frühstück und Geldwechsel gings dann Richtung Mang'u, wo meine Tochter mit ihrem Sohn schon auf uns wartete.
Der Kleine ist 2 Jahre alt. Seinen 2. Geburtstag feierte er Anfang Oktober hier in Kenia im Kreise von ca 35 Kindern aus den Nachbarschaft und er fühlt sich hier sehr wohl, kann er doch hier im Garten ums Haus herumtollen soviel er will, solange das Tor zur Strasse geschlossen ist.
Spielkameraden gibts genug und im Garten hilft er auch manchmal, auch wenn die Arbeit dadurch etwas länger dauert. ;-)
Hier noch eine Grafik mit dem Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsverlauf vom 16.10 bis 21.10.
Bis zum nächsten Eintrag von mir wünsche ich euch einen schönen Herbst mit nicht zu niedrigen Temperaturen.
Gegen 18 Uhr fuhr mich mein Bruder zum Flughafen Frankfurt um den Flug um 22.10 rechtzeitig zu erreichen.
Einchecken ging nicht ganz so einfach vor sich, weil der Computer mich nur bis Kairo und nicht bis Nairobi einbuchen wollte. Zum Glück wurde mein Gepäck dann doch noch manuell bs zum Endziel Nairobi eingechecht, nur ich sollte mir in Kairo dann den zweiten Boarding Pass besorgen.
Beim Sicherheitscheck wurde mein Handgepäck aussortiert und ich durfte in einen kleinen Raum, in dem eines meiner Ladegeräte einer besonderen Prüfung unterzogen wurde.
Mit knapp 1stündiger Verspätung, die aber nicht an mir lag, hob dann der Flieger Richtung Kairo ab und ich kam gegen 3 Uhr dort an.
Nach etwas Sucherei fand ich dann auch den Schalter, an dem ich meine Bordkarte für den Weiterflug bekommen sollte...allerdings erst am Abend um 18 Uhr.
Da der Weiterflug um 21:45 Uhr geplant war, war das auch kein Problem.
Ich machte es mir also im Transitbereich so bequem wie möglich und wartete.
Ab und zu kam ein Flughafen Angestellter mit einem Packen Pässe und Bordkarten und verteilte sie an die Wartenden.
Um 16 Uhr, also schon 2 Stunden vor dem versprochenen Zeitpunkt, bekam ich dann auch meinen Pass und die Bordkarte.
Damit machte ich mich dann auf den Weg durch den Kairoer Flughafen zu meinem Abflug Gate.
Hier war noch eine Putzkolone damit beschäftigt den Raum zu reinigen und gegen 20 Uhr durfte dann die mittlerweile größer gewordene wartende Menge in den Abfertigngsraum gehen.
Ich habe am liebsten einen Platz direkt am Gang, weil man da die Beine eher ausstrecken kann. Diesmal bekam ich allerdings einen Fensterplatz.
Bei einem Nachtflug kann man aber sowieso nichts sehen und ausserdem wollte ich nach der langen Wartezeit auch lieber schlafen.
Als ich aber im Flieger an meinem Platz ankam, stellte sich heraus, dass ich eine ganze Sitzreihe für mch hatte und mich sogar zum Schlafen hinlegen konnte.
Nach dem Essen legte ich mich also hin und verschlief fast den ganzen Flug. Erst kurz vor Nairobi, als der Sinkflug begann, wurden wir Passagiere geweckt und pünktlich um 03:40 Uhr setzte die Maschine auf.
Da mein Sitzplatz sehr weit vorne war, kam ich auch schnell mit meinem Handgepäck raus und fand mich schon 20 Minuten später mit meinem kompletten Gepäck im Abholbereich wieder.
Die Zollkontrolle entfiel komplett und nach weiteren ca 15 Minuten war ich auch schon mit meiner Frau im Taxi unterwegs in die Innenstadt von Nairobi.
Dort gings dann im Hotel kurz unter die Dusche und ich konnte dann noch 3 Stunden schlafen.
Nach dem Frühstück und Geldwechsel gings dann Richtung Mang'u, wo meine Tochter mit ihrem Sohn schon auf uns wartete.
Der Kleine ist 2 Jahre alt. Seinen 2. Geburtstag feierte er Anfang Oktober hier in Kenia im Kreise von ca 35 Kindern aus den Nachbarschaft und er fühlt sich hier sehr wohl, kann er doch hier im Garten ums Haus herumtollen soviel er will, solange das Tor zur Strasse geschlossen ist.
Spielkameraden gibts genug und im Garten hilft er auch manchmal, auch wenn die Arbeit dadurch etwas länger dauert. ;-)
Hier noch eine Grafik mit dem Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsverlauf vom 16.10 bis 21.10.
Bis zum nächsten Eintrag von mir wünsche ich euch einen schönen Herbst mit nicht zu niedrigen Temperaturen.
Montag, 3. September 2012
Reisevorbereitungen
Am Samstag kam mein Pass von der kenianischen Botschaft in Berlin mit der Post mit dem Visum zurück.
Damit sind jetzt fast alle Weichen für den nächsten Flug nach Kenia gestellt.
Was noch fehlt ist ein letzter Besuch beim Arzt und natürlich muss auch noch der Koffer gepackt werden.
Diesmal fliege ich mit Egypt Air über Kairo nach Nairobi. Der Flug wird allerdings von der Lufthansa durchgeführt (so steht es zumindest auf dem Ticket) und ich hoffe, dass ich in knapp 6 Wochen nicht vom Streik des Lufthansa Begleitpersonals betroffen sein werde.
Also drückt mir die Daumen, dass der Streik bis dahin beigelegt ist.
Damit sind jetzt fast alle Weichen für den nächsten Flug nach Kenia gestellt.
Was noch fehlt ist ein letzter Besuch beim Arzt und natürlich muss auch noch der Koffer gepackt werden.
Diesmal fliege ich mit Egypt Air über Kairo nach Nairobi. Der Flug wird allerdings von der Lufthansa durchgeführt (so steht es zumindest auf dem Ticket) und ich hoffe, dass ich in knapp 6 Wochen nicht vom Streik des Lufthansa Begleitpersonals betroffen sein werde.
Also drückt mir die Daumen, dass der Streik bis dahin beigelegt ist.
Abonnieren
Posts (Atom)










